Ratskollektiv
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Wir sind original - sozial !

Oft werden wir gefragt: „Warum nennt ihr euch eigentlich Kollektiv?“ Nun, das hat vor allem formale Gründe. Damit eine in den Rat der Stadt gewählte Gruppierung den Status einer „Fraktion“ erlangt, braucht sie bei einer Einwohnerzahl, wie Mülheim sie hat, eine Mindeststärke von drei Mandatsträgern. Eine Gruppierung von zwei Mandatsträgern wäre lediglich eine so genannte „Gruppe“. Daneben gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit, als einzelne Stadtverordnete im Rat der Stadt tätig zu sein. Mit den jeweiligen Status gehen natürlich auch unterschiedlich weit reichende Rechte und unterschiedlich hohe finanzielle Zuwendungen einher.

Nach den Kommunalwahlen im August 2009 stellte DIE LINKE im Rat der Stadt Mülheim eine Fraktion mit drei Mitgliedern. Nach dem Zerfall dieser Fraktion im Februar 2010 wurde Gabriele Rosinski zu so einer einzelnen Stadtverordneten, die laut Mitgliederbeschluss des Kreisverbands DIE LINKE. Mülheim allein das Recht hat, DIE LINKE im Rat der Stadt zu vertreten.

Nun ist Gabi Rosinski aber gar nicht die Einzelkämpferin, als die sie in der Presse häufig fälschlicherweise bezeichnet wird. Nicht nur alle drei Bezirksvertreter arbeiten mit ihr zusammen, auch stehen viele Mitglieder des Kreisverbands hinter ihr und unterstützen sie bei ihrer Ratsarbeit, indem sie – wenn auch „nur“ als Gast ohne Rede- oder Stimmrecht – die städtischen Ausschusssitzungen besuchen und Gabi Rosinski so mit den nötigen Informationen für ihre politische Arbeit versorgen. Analog zu einer Fraktion finden im Ratskollektiv wöchentlich Sitzungen statt, in denen unter anderem diese Ausschüsse vor- und nachbereitet werden. Und trotz der geringen finanziellen Zuwendungen hat Gabi Rosinski eine Geschäftsstelle eröffnet, die dem Ratskollektiv nicht nur als Arbeitsstätte dienen sondern auch Anlaufstelle für die BürgerInnen der Stadt sein möchte.

All diese Arbeit der Kollektivmitglieder findet ehrenamtlich statt, ohne dass hierfür Sitzungsgelder oder Aufwandsentschädigungen gezahlt werden, denn nur eine Fraktion hat das Recht, für den gleichen Zweck die so genannten Sachkundigen Bürger in die Ausschüsse zu entsenden, deren Arbeit in dieser Form dann auch finanziell honoriert wird.

Wie nun soll man eine solche Gruppierung nennen, die „offiziell“ gar nicht vorgesehen ist? Die Bezeichnung Gruppe ist – wie oben erwähnt – ja schon vergeben als quasi Fachausdruck für mehrere zusammen gehörige Mandatsträger ohne Fraktionsstatus. Auf der Suche nach Synonymen fanden wir letztlich das Wort Kollektiv nicht nur angemessen, sondern auch äußerst passend:

„Als politisches Kollektiv wird ein soziales Gebilde mit fortschrittlichen und gemeinsamen Zielen bezeichnet, deren sich freiwillig organisierende Mitglieder durch gemeinsame Arbeit miteinander verbunden sind und nach den Grundsätzen der Gleichheit und Gleichberechtigung – oft nach dem Prinzip des Konsens – Entscheidungen treffen und handeln.

Unter dem Konsensprinzip wird verstanden, dass die Entscheidungen in einem gemeinsamen Prozess stattfinden, dessen Ende zur Zufriedenheit aller Teilnehmenden führt.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektiv)

Besser als in dieser Definition kann man unsere Arbeitsweise schlichtweg nicht beschreiben.

 

Gabi Rosinski

Stadtverordnete

Gabi Rosinski
Manfred Marcovics
Andreas Marquardt
Ingrid Wiechert

Das Kollektiv

Ingrid Wiechert

Dieter Kahl

Manfred Marcovics

Andreas Marquardt

leitende Redakteurin

Bezirksvertretung I

Bezirkvertreter III

Bezirksvertreter II


Dieter 01