


Wir sind original - sozial !

Im Stadtbezirk 2 setze ich mich als Bezirksvertreter insbesondere für den sozialen Bereich ein. Gerade hier darf es weder zu Einsparungen noch zu Qualitätseinbußen kommen. Auch in der Situation einer katastrophalen Haushaltslage bleibt jederzeit die Frage zu stellen, wie es zu solch einer Lage kommen konnte und ob weitere stetige Einsparungen nicht nur eine Fortsetzung des bestehenden falschen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems darstellen. Es ist nicht hinnehmbar, dass mitunter die finanziell Schwächsten durch konkrete Verschlechterungen im Alltag dafür „die Zeche zahlen sollen“, dass an anderer Stelle ohne Rücksicht auf Verluste „gezockt“ wurde. Konkret heißt das: Schwimmbäder, wie z. B. das Freibad in Styrum, der Bücherbus und die Stadtteilbüchereien müssen erhalten bleiben. Bestehende Kinderspielplätze benötigen neue Geräte und regelmäßige Renovierungen, neue Spielplätze sollen sowohl geplant als auch eingerichtet werden, finanzielle Mittel z. B. für Kochkurse von Nachbarschaftsvereinen, Veranstaltungen und insbesondere für kulturübergreifende Feste dürfen dem Versuch einer Haushaltskonsolidierung, der sog. „Prestigeobjekte“ wie Ruhrbania ja immer ausschließt, nicht geopfert werden.

Als Mitglied der Mülheimer VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten) und Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft Migration & Geschichte bin ich der Auffassung, dass gemeinsame Aktionen von Menschen unterschiedlicher Kulturen wesentlich zum freundlichen sympathischen Umgang miteinander im Alltag beitragen. An der Planung des „Aktionsbündnisses für Toleranz und Dialog“ gegen den Aufmarsch von ProNRW vor der Fatih Moschee an der Sandstraße war ich für die VVN und für DIE LINKE wesentlich beteiligt. Kultur beginnt nicht erst mit dem Besuch einer Oper sondern bereits mit der interkulturellen Arbeit auf lokaler Ebene. MigrantInnenvereine müssen insbesondere auch in der Jugendarbeit finanziell unterstützt werden, jeder Rechtslastigkeit sollte entschieden entgegengewirkt werden und zumindest das kommunale Wahlrecht müsste unabhängig von der jeweiligen Staatsbürgerschaft für hier vor Ort lebende Menschen jeder Nationalität sofort obligatorisch werden. Gerade beim Ausbau von Sprachkursen, in der Bildung generell und innerhalb des Ausbaus von kulturellen Einrichtungen, Kindergärten und Schulen dürfen finanzielle Kürzungen keinesfalls hingenommen werden. Auf einen Yachthafen hingegen können neunundneunzig Prozent der Bevölkerung auch ganz gut verzichten. Der aber wird in Zeiten der Finanzkrise bedenkenlos gebaut – ganz egal, welche Einbußen es für die Menschen in den Stadtteilen und Vororten hinsichtlich sinnvoller Projekte bedeutet. Als Bezirksvertreter der LINKEN bin ich der Auffassung, dass es nicht um private Gewinnsteigerungen von Wirtschaftsunternehmen gehen kann, sondern um die Verbesserung der alltäglichen Lebensqualität eines jeden einzelnen Menschen vor Ort – insbesondere in den sogenannten „sozialen Brennpunkten“. Anstatt Abrissunternehmen in Stadtmitte zu finanzieren, müssen Gelder in die konkrete Aufbauarbeit in den Stadtteilen investiert werden.
Andreas Marquardt
Mitglied der Bezirksvertretung II
Andreas Marquardt
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Bez. Vertretung II
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